Bau- und Kirchengeschichte vermitteln
Nachhaltiges kirchliches Bauen integriert die Vermittlung von Bau- und Kirchengeschichte. Historische Gebäude erzählen Geschichten, die bewahrt und erlebbar gemacht werden. Durch Infotafeln, Führungen oder digitale Medien können Besucher die architektonische und kirchliche Bedeutung der Gebäude kennenlernen und so ein tieferes Verständnis für ihre kulturelle und spirituelle Rolle entwickeln.
Nachhaltigkeitsmerkmale
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Ziel
Die Gebäude sollen eine lebendige Weiterentwicklung des Glaubens und dessen Ausübung fördern.
Erläuterung
Durch die Liturgie wird der Glaube als gemeinschaftliches Erlebnis sichtbar. Die baulichen Gegebenheiten sollen alle bestehenden Formen der Liturgie ermöglichen und neue Potentiale erschließen. Hierbei wird bewusst auch der Außenraum als Ort des Gottesdienstes berücksichtigt.
Durchführung
Neben den etablierten Formen des Gottesdienstes (wie z.B. Kindergottesdienst, Taufe) werden neue Formen der Glaubensausübung gefördert. Hierzu zählen z.B. Einzelfrömmigkeit, seelsorgerische evangelische Feiern oder Außengottesdienste. Nicht alle liturgische Formate gehen überall!
Ziel
Zu Förderung der Baukultur und dem Erhalt von Baudenkmälern für die nachfolgenden Generationen wird die langfristige und bewahrende Nutzung von Baudenkmälern sowie die restauratorische Arbeit im Handwerk gefördert.
Erläuterung
Die besondere Bedeutung der Baukultur und die Bewahrung von Baudenkmälern ist ein wichtiger Bestandteil des kirchlichen Bauens. Durch die Förderung von handwerklicher und restauratorischer Arbeit wird kulturell bedeutsame Bausubstanz für die Nachwelt erhalten bzw. geschaffen.
Durchführung
Bei Ausschreibung und Vergabe werden Planer und Ausführende mit besonderer Erfahrung berücksichtigt.
Ziel
Durch ein ausgewogenes Nutzungskonzept soll Bedeutung und Identität im Quartier gesteigert werden.
Erläuterung
Durch die Einbindung von kirchlichen und nicht kirchlichen Nutzergruppen wird die Bedeutung des Gebäudes im Quartier erhöht. Alle Nutzergruppen werden in den Prozess mit eingebunden und in der Planung berücksichtigt. Das Gebäude soll identitätsstiftend sowie inspirierend ins Umfeld eingebunden werden und zu einem lebendigen Stadtbaustein werden. Hierbei wird die Inklusion besonders berücksichtigt.
Durchführung
Die Erarbeitung der Projektgrundlage wird auf einer partizipativen Beteiligung aller Nutzergruppen aufgebaut. Dies wird durch Workshops, Planungswerkstätten o.ä. gewährleistet.
Ziel
Durch attraktive Gebäude wird Identifikation und Anziehungskraft der kulturellen und religiösen Nutzung erhöht.
Erläuterung
Die Bedeutung kirchlicher Gebäude drückt sich in ihrer inneren und äußeren Attraktivität aus. Ein architektonisch attraktives Gebäude unterstreicht die Aufgabe als Ort für Kultur und Religion und schafft Identifikation im Stadtraum. Durch die Einbindung vieler Nutzergruppen aus dem Quartiersumfeld in religiöse-, kulturelle- und Freizeitaktivitäten wird die Attraktivität der Glaubensgemeinschaft gestärkt.
Durchführung
Förderung qualitätvoller Architektur, z.B. durch Planungswettbewerbe oder Vergabeverfahren. Erstellung von Nutzungskonzepten, um alle Beteiligten zu berücksichtigen. Bei Nutzungserweiterungen wird der Bedarf des Gemeinwesens mit einbezogen. Gebäude erhalten einladende Zugänge.