Ziel 6 – Nachhaltige Gebäudekonzepte erstellen2024-11-01T08:17:29+00:00

Nachhaltige Gebäudekonzepte erstellen

Beim kirchlichen Bauen stehen nachhaltige Gebäudekonzepte im Fokus. Diese berücksichtigen umweltfreundliche Materialien, Energieeffizienz und ressourcenschonende Bauweisen. Ziel ist es, ökologisch und wirtschaftlich tragfähige Gebäude zu schaffen, die zukunftssicher und im Einklang mit den Prinzipien der Nachhaltigkeit stehen.

Nachhaltigkeitsmerkmale

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1 – Sicherstellung des Projektmanagements2024-10-12T08:14:09+00:00
Ziel

Für die Projekte im Bereich des kirchlichen Bauens wird ein für die Baumaßnahme im Einzelfall beschriebenes und festgelegtes  Projektmanagement mit Bausteinabfolge in Ableitung von Musterworkflows implementiert und laufend dokumentiert.

Erläuterung

Klare Rollenverteilung, abgestimmte Abläufe von der Idee einer Baumaßnahme über die Projektumfang bis Dokumentation, Transparenz von Zuständigkeiten, Abläufen. Projekte werden termingerecht in der geforderten Qualität zum vereinbarten Kostenrahmen umgesetzt.

Durchführung

Klärung der Rollen, Projektmanagement, Vorbereitung einer Baumaßnahme, Projekthandbuch

3 – Gesundheits- und Umweltverträgliche Baustoffe2024-10-12T08:12:56+00:00
Ziel

Die Benutzung kirchlicher Gebäude ohne gesundheitliche Beeinträchtigung wird sichergestellt.

Erläuterung

Die Auswahl von baubiologisch unbedenklichen Baustoffen soll eine gesunde und gefährdungsfreie Nutzung des Gebäudes gewährleisten. Umweltverträgliche Baustoffe stellen auch am Ende ihres Lebenszyklus keine Gefahr für nachfolgende Generation dar.

Durchführung

In Ausschreibung und Planung werden ausschließlich baubiologisch unbedenklichen Baustoffe berücksichtigt.

6 – Nachhaltige Ressourcenverwendung2024-10-12T08:10:44+00:00
Ziel

Für das Gebäude wird die Verwendung von nachwachsenden, recycelten, downgecycelten oder wiederverwendeten Baustoffen angestrebt.

Erläuterung

Mit der Verwendung von Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern wird die Auswirkung der Ressourcenverwendung auf das Nötigste begrenzt. Bei Verwendung von Stein, Beton oder Stahl kann auf Produkte mit hohem Recyclinganteil zurückgegriffen werden. So weit wie möglich werden ausgebaute Baustoffe und Bauteile von der Baustoffbörse verwendet bzw. dort eingestellt.

Durchführung

Bei allen Ausschreibungen und Vergaben wird auf die Verwendung von R-Baustoffen geachtet.

7 – Qualität der Bauausführung2024-10-14T09:31:33+00:00
Ziel

Durch die hohe Qualität der Bauausführung soll die Nutzungsdauer des Gebäudes maximal erhöht werden.

Erläuterung

Die Sicherstellung einer hohen Bauqualität erhöht die maximale Nutzungsdauer des Gebäudes und erhöht den Nutzungskomfort. Wartungs- und Instandhaltungsintervalle sichern die konstruktive und optische Lebensdauer von Bauteilen. Definierte Qualitätssicherungsprozesse schaffen klare Schnittstellen zwischen Bauherrn und Nutzer.

Durchführung

Alle Beteiligten werden in Qualitätssicherungsprozesse eingebunden, in denen Verantwortlichkeiten klar benannt sind. Der Prozess bildet bewusst alle Phasen des Lebenszyklus ab und erstreckt sich somit von Planungsfreigabe-, Abnahme- bis zur Instandhaltungsphase.

8 – Thermische und akustische Behaglichkeit2024-10-14T09:31:45+00:00
Ziel

Zur Erhöhung der Nutzerfreundlichkeit wird die thermische und akustische Behaglichkeit in den Innenräumen sichergestellt.

Erläuterung

Die thermische Behaglichkeit im Sommer und Winter ist für den Nutzer ein wesentlicher Einflussfaktor für Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit. Die akustische Qualität eines Gebäudes wird maßgeblich in den frühen Planungsphasen festgelegt. Hierbei spielen Raumgrößen, Oberflächenmaterialien und das Nutzungskonzept eine wesentliche Rolle. Für die Umsetzung sind bauliche Lösungen den technischen Lösungen vorzuziehen.

Durchführung

Durch thermische und akustische Raumsimulationen können alle Nutzergruppen frühzeitig in Planungsentscheidungen eingebunden werden.

9 – Qualität der Projektvorbereitung2024-10-14T09:36:53+00:00
Ziel

Das Projekt erhält durch eine intensive Vorbereitung unter Einbeziehung der späteren Nutzer von Beginn an eine klare Zielorientierung und eine hohe Qualität.

Erläuterung

Durch die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in den frühen Planungsphasen können nachhaltige Gebäudequalitäten ohne Mehraufwand erreicht werden. Die Umsetzung erfolgt mithilfe von Bedarfs- und Zielanalysen sowie Planungswettbewerben.

Bedarfsplanung
Bei einer Bedarfsplanung werden zu Beginn des Projektes die Bedürfnisse, Ziele, Mittel und Rahmenbedingungen des Bauherrn und der Nutzer ermittelt. Damit können alle Anforderungen an das Projekt aufgenommen und ihre Umsetzung überwacht werden.

Ausschreibung der Planung
Bei der Auswahl der Planungsbüros wird bereits im Vorfeld auf eine Qualifizierung im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte geachtet. Ein wettbewerbliches Verfahren bei komplexen Baumaßnahmen sichert vielfältige Lösungen. Durch die Abfrage von Nachhaltigkeitsaspekten wird eine ganzheitlich hohe Güte und Qualität sichergestellt.

Durchführung

Bedarfsplan
Zielvereinbarung Bauherr Nutzer
Ergebnisse Gebäudestrukturprozesse

10 – Reinigungs- und Instandhaltungsfreundlichkeit2024-10-14T09:39:40+00:00
Ziel

Durch eine gezielte Gebäudegestaltung und Materialwahl soll der Reinigungs- und Instandhaltungsaufwand reduziert werden.

Erläuterung

Die Reinigungs- und Instandhaltungsfreundlichkeit hat einen hohen Einfluss auf die Nutzungskosten. Bei allen Bauteilen der Gebäudekonstruktion und der Gebäudetechnik wird größten Wert auf die Instandhaltungsfreundlichkeit und Wartungsfreundlichkeit gelegt.

Durchführung

Für alle pflege- und wartungsintensive Bauteile (Fassade, Dach, Bodenbeläge, Wandoberflächen) wird ein Wartungs- und Instandhaltungskonzept in einer frühen Projektphase erstellt (Lebenszyklusbetrachtung).

12 – Energieeffizientes Gebäudekonzept2024-10-14T09:44:33+00:00
Ziel

Der Energiebedarf des Gebäudes und der Einsatz von nicht erneuerbaren Energien wird reduziert.

Erläuterung

Der Energiebedarf des Gebäudes setzt sich im Nutzungszeitraum aus dem Primärenergiebedarf und den Transmissionswärmeverlusten der Gebäudehülle zusammen. Die Deckung des Primärenergiebedarfs soll zu einem möglichst großen Teil durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Durch die Reduktion der Transmissionswärmeverluste soll der Primärenergiebedarf auf das Notwendigste reduziert werden.

Durchführung

Für das Gebäude wird ein abgestimmtes Energiekonzept erstellt.

13 – Nutzungskonzept2024-11-01T13:08:16+00:00
Ziel

Durch ein ausgewogenes Nutzungskonzept soll Bedeutung und Identität im Quartier gesteigert werden.

Erläuterung

Durch die Einbindung von kirchlichen und nicht kirchlichen Nutzergruppen wird die Bedeutung des Gebäudes im Quartier erhöht. Alle Nutzergruppen werden in den Prozess mit eingebunden und in der Planung berücksichtigt. Das Gebäude soll identitätsstiftend sowie inspirierend ins Umfeld eingebunden werden und zu einem lebendigen Stadtbaustein werden. Hierbei wird die Inklusion besonders berücksichtigt.

Durchführung

Die Erarbeitung der Projektgrundlage wird auf einer partizipativen Beteiligung aller Nutzergruppen aufgebaut. Dies wird durch Workshops, Planungswerkstätten o.ä. gewährleistet.

15 – Bestandsdokumentation / Qualitätskontrolle2024-10-14T12:16:58+00:00
Ziel

In der Projektvorbereitung wird eine Bestandsdokumentation erstellt und während der Bauausführung fortgeführt.

Erläuterung

Die Bestandsdokumentation schafft eine verlässliche Konzeptgrundlage vor Beginn der eigentlichen Planungsphase. Aufwändige Nacharbeiten während der Ausführungsphase können minimiert werden. Die Kosten- und Terminsicherheit wird erhöht. Die Fortführung der Bestandsdokumentation mit Ist- und Soll-Zustand kann für spätere Sanierungs- oder Umbauphasen direkt wiederverwendet werden.

Durchführung

Vor Planungs- bzw. Wettbewerbsstart wird eine Bestandsdokumentation aus Planunterlagen, Haustechnikkonzepten, Baugenehmigungen, Standsicherheitsnachweise usw. zusammengestellt. Fehlende Unterlagen werden ggf. durch 3D-Aufmaße, Untersuchungen zur Baustatik usw. hergestellt.

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